Rechtliche Dokumente

Nutzungsbedingungen — memozero

Stand: 5. Mai 2026

1. Geltungsbereich

1.1 Diese Nutzungsbedingungen (im Folgenden mit NB abgekürzt) der DK Tech Solutions UG (haftungsbeschränkt) (im Folgenden als Verkäufer benannt), gelten für alle Verträge zur Bereitstellung der Anwendung memozero (im Folgenden mit Anwendung beschrieben) und der dafür benötigten Lizenzcodes, die ein Käufer (im Folgenden Kunde genannt) mit dem Verkäufer abschließt. Hiermit wird der Einbeziehung von eigenen Bedingungen des Kunden widersprochen, es sei denn, es ist etwas anderes schriftlich zuvor vereinbart worden.

1.2 Käufer kann ein Verbraucher oder ein Unternehmer bzw. Unternehmen sein. Ein Verbraucher ist dabei jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (vgl. § 13 BGB). Ein Unternehmer hingegen ist jede Person, die ein Geschäft in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit abschließt (vgl. § 14 BGB).

1.3 Verkäufer im Sinne dieser NB ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

2. Vertragsgegenstand

2.1 Vertragsgegenstand ist die Bereitstellung der vom Verkäufer angebotenen Anwendung in elektronischer Form unter Einräumung bestimmter Nutzungsrechte, die über einen Lizenzcode freigeschaltet und in diesen NB geregelt werden.

2.2 Der Kunde erwirbt kein geistiges Eigentum an der Anwendung. Der Quellcode (Source Code) der Anwendung ist nicht Teil der bereitgestellten Anwendung, weder in kostenfreier (Testversion) noch kostenpflichtiger Form. Das Dekompilieren oder Analysieren des Quellcodes ist – wie jede Form des Reverse Engineerings, soweit gesetzlich nicht zwingend erlaubt – entsprechend untersagt.

2.3 Die Anwendung wird eigenständig zum Download zur Verfügung gestellt und ist nach Erstellen eines Kundenkontos und Hinterlegung der Zahlungsdaten für einen Zeitraum von 14 Tagen kostenfrei nutzbar (Testzeitraum), jeweils für ein Endgerät.

Nach Ablauf des Testzeitraums beginnt automatisch ein kostenpflichtiger Nutzungszeitraum, sofern der Kunde die automatische Aktivierung nicht zuvor beendet.

Sofern in diesen Nutzungsbedingungen nichts Abweichendes geregelt ist, richten sich Dauer, Umfang und Kosten des kostenpflichtigen Nutzungszeitraums nach dem vom Kunden im Rahmen des Bestellvorgangs ausgewählten Tarifs.

Die jeweils aktuellen Tarifinformationen (insbesondere Preis, Laufzeit und Kündigungsmöglichkeiten) werden dem Kunden im Bestellprozess vor Abschluss der Bestellung eindeutig angezeigt und sind zudem auf der Website des Verkäufers unter memozero.io/pricing abrufbar.

Der Nutzungszeitraum verlängert sich jeweils automatisch um den, bereits im Bestellvorgang gewählten Zeitraum, sofern er nicht jederzeit bis zum Ende des laufenden Nutzungszeitraums über das Kundenportal gekündigt wird.

Die Kündigung ist jederzeit elektronisch über das Kundenkonto möglich.

2.4 Teil des Vertrags ist die Bereitstellung eines Lizenzcodes für der Anwendung, die Bereitstellung von Updates und relevanter Informationen über Updates, Funktionserweiterungen der Anwendung oder ergänzende Produkte. Entsprechende Informationen erfolgen an jene Mailadresse, welche der Käufer zu Beginn seiner Bestellung eingegeben und bestätigt hat.

2.5 Ein technischer Support ist nicht Vertragsbestandteil. Die Anwendung verfügt lediglich über eine automatische Installationshilfe. Ergänzend kann sich der Käufer über ein Kontaktformular auf der offiziellen Webpage von memozero (memozero.io/contact) an den Verkäufer mit Bitte um individuelle Unterstützung wenden (z. B. bei Fehlermeldungen, Hilfestellungen und Anmerkungen, aber auch Feedback und Anregungen sind möglich). Wie schnell und in welchem Umfang geantwortet werden kann, hängt jedoch von der Auslastung des Verkäufers ab. Ein Anrecht auf eine bestimmte Leistung (z. B. eine Lösung des Problems innerhalb von 24 Stunden) existiert nicht.

3. Vertragsschluss

3.1 Die auf der Website des Verkäufers beschriebene Anwendung stellt kein verbindliches Angebot des Verkäufers dar. Es dient lediglich zur Abgabe eines verbindlichen Angebots durch den Kunden. Anders ausgedrückt steht auf der Website nur, was der Verkäufer anbieten könnte. Ein Vertrag kommt aber erst zustande, wenn eine Bestellung eines Kunden vorliegt, die vom Verkäufer aktiv angenommen wird.

3.2 Der Kunde kann das Angebot über das in den Online-Shop des Verkäufers integrierte Online-Bestellformular abgeben. Dabei gibt der Kunde, nachdem er die ausgewählte Anwendung in den virtuellen Warenkorb gelegt und den elektronischen Bestellprozess durchlaufen hat, durch Abschließen des Bestellvorgangs ein rechtlich verbindliches Vertragsangebot für den zu erwerbenden Lizenzcode Anwendung ab.

3.3 Der Verkäufer kann das Angebot des Kunden innerhalb von sieben Tagen annehmen,

  • indem er dem Kunden eine schriftliche Auftragsbestätigung oder eine Auftragsbestätigung in Textform (Fax oder E-Mail) übermittelt, wobei insoweit der Zugang der Auftragsbestätigung beim Kunden maßgeblich ist, oder
  • indem er dem Kunden die bestellte Anwendung oder den bestellten Lizenzcode (ggf. automatisiert) bereitstellt, oder
  • indem er den Kunden nach Abgabe von dessen Bestellung zur Zahlung auffordert.

Liegen mehrere der vorgenannten Alternativen vor, kommt der Vertrag in dem Zeitpunkt zustande, in dem eine der vorgenannten Alternativen zuerst eintritt. Die Frist zur Annahme des Angebots beginnt am Tag nach der Absendung des Angebots durch den Kunden und endet mit dem Ablauf des siebten Tages, welcher auf die Absendung des Angebots folgt. Nimmt der Verkäufer das Angebot des Kunden innerhalb vorgenannter Frist nicht an, so gilt dies als Ablehnung des Angebots mit der Folge, dass der Kunde nicht mehr an seine Willenserklärung gebunden ist.

3.4 Bei Auswahl einer von Stripe angebotenen Zahlungsart erfolgt die Zahlungsabwicklung über den ausgewählten Zahlungsdienstleister. Genaueres zu den Nutzungsbedingungen von Stripe kann man unter stripe.com/de/legal/consumer einsehen. Zahlt der Kunde mittels einer im Online-Bestellvorgang von Stripe angebotenen Zahlungsart, erklärt der Verkäufer damit bereits automatisch die Annahme des Angebots des Kunden für den Zeitpunkt, in welchem der Kunde den Bestellvorgang abschließt.

3.5 Für den Vertragsschluss steht ausschließlich die deutsche Sprache zur Verfügung (Stand 5. Mai 2026).

3.6 Die Bestellabwicklung und Kontaktaufnahme finden in der Regel per E-Mail und automatisiert statt. Der Kunde hat sicherzustellen, dass die von ihm zur Bestellabwicklung angegebene E-Mail-Adresse zutreffend ist, sodass unter dieser Adresse die vom Verkäufer versandten E-Mails empfangen werden können. Insbesondere hat der Kunde bei dem Einsatz von SPAM-Filtern sicherzustellen, dass alle vom Verkäufer versandten E-Mails zugestellt werden können.

4. Widerrufsrecht und -belehrung für Verbraucher und Unternehmen

4.1 Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zu. Unternehmern räumt der Verkäufer freiwillig ein vertragliches Widerrufsrecht nach Maßgabe dieser Regelungen ein.

4.2 Jeder Kunde erhält das Recht ein, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen den Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Der Vertragsabschluss erfolgt mit der Bereitstellung des Lizenzcodes zur Aktivierung der Anwendung.

4.3 Mit der Bereitstellung des Lizenzcodes beginnt eine 14-tägige Testphase, in der die Anwendung vollumfänglich getestet werden kann. Zur Aktivierung hinterlegt der Kunde seine Zahlungsdaten über Stripe; eine Abbuchung erfolgt jedoch erst nach Ablauf von 14 Tagen. Widerruft der Kunde den Vertrag innerhalb dieser 14 Tage (siehe Punkt 4.2), wird keine Zahlung ausgelöst. Mit Ablauf der 14-tägigen Testphase endet gleichzeitig die Widerrufsfrist, und die vereinbarte Vergütung wird erstmals fällig.

4.4 Um das Widerrufsrecht auszuüben, muss der Kunde den Verkäufer mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder per E-Mail an info(at)memozero.io) über seinen Entschluss informieren. Zur Wahrung der Frist reicht es aus, dass die Mitteilung vor Ablauf der 14-tägigen Frist abgesendet wird.

4.5 Im Falle eines wirksamen Widerrufs werden bereits geleistete Zahlungen unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag zurückerstattet, an dem die Mitteilung über den Widerruf dieses Vertrags beim Verkäufer eingegangen ist. Für die Rückzahlung wird dasselbe Zahlungsmittel verwendet, das der Kunde bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt hat, es sei denn, es wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart.

4.6 Bei einem fristgerechten Widerruf werden keine Zahlungen fällig bzw. bereits erhaltene Zahlungen unverzüglich zurückerstattet. Für die Rückzahlung wird dasselbe Zahlungsmittel verwendet, das bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt wurde.

5. Preise und Zahlungsbedingungen

5.1 Sofern sich aus der Produktbeschreibung des Verkäufers nichts anderes ergibt, handelt es sich bei den angegebenen Preisen um Gesamtpreise inkl. Umsatzsteuer. Die aktuellen Preise werden auf der Website des Verkäufers dargestellt.

5.2 Bei Zahlungen in Ländern außerhalb der Europäischen Union können im Einzelfall weitere Kosten anfallen, die der Verkäufer nicht zu vertreten hat und die vom Kunden zu tragen sind. Hierzu zählen beispielsweise Kosten für die Geldübermittlung durch Kreditinstitute (z. B. Überweisungsgebühren, Wechselkursgebühren).

5.3 Die Zahlungsmöglichkeit/en wird/werden dem Kunden über Stripe mitgeteilt.

6. Bereitstellung der Anwendung und Nutzungslizenz

6.1 Der Verkäufer bewirkt die Bereitstellung der Anwendung, indem er dem Kunden digitale Kopien der Installationsdateien (für Windows oder Apple macOS) über das Internet zur Verfügung stellt. Der Download ist sowohl über einen öffentlichen Bereich auf der Webseite des Verkäufers als auch direkt innerhalb des persönlichen Kundenkontos des Käufers möglich. Der Kunde trägt die Verantwortung für die Speicherung der Kopie an einem von ihm gewählten Speicherort.

6.2 Um den Lizenzerwerb einzuleiten, ist die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse erforderlich. Zur Sicherstellung der Inhaberschaft übersendet der Verkäufer einen Verifizierungslink an das angegebene Postfach. Erst nach erfolgreicher Bestätigung dieses Links (Double-Opt-In) kann der Kunde mit der Auswahl der Zahlungsmethode und dem Abschluss der Bestellung fortfahren.

6.3 Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Dienstleister Stripe. Mit der Bestätigung der Zahlungsmethode und dem Start der 14-tägigen Testperiode wird der Vertrag vollzogen. Unmittelbar nach Abschluss dieses Vorgangs wird der Kunde auf eine Accountübersicht innerhalb der Anwendungsumgebung weitergeleitet.

6.4 Der zur Aktivierung von memozero erforderliche Lizenzcode wird dem Kunden unmittelbar nach Abschluss des Bestellvorgangs direkt in seiner Accountübersicht angezeigt. In der Accountübersicht kann der Kunde zudem den Status seines Abonnements einsehen und die Verknüpfung mit seinem Endgerät verwalten.

6.5 Die Produktbereitstellung ist abgeschlossen, wenn dem Käufer die Anwendung und der dazugehörige Lizenzcode in der Accountübersicht bereitgestellt wurde. Dieser Zeitpunkt ist maßgeblich für den Beginn der 14-tägigen Testphase und der Widerrufsfrist.

7. Einräumung von Nutzungsrechten

7.1 Sofern sich aus der Produktbeschreibung des Verkäufers nichts anderes ergibt, räumt der Verkäufer dem Kunden das Recht ein, die Anwendung für den jeweils erworbenen Zeitraum zu privaten, wissenschaftlichen und/oder beruflichen Zwecken zu nutzen.

7.2 Pro Lizenzcode kann nur ein Gerät zur gleichen Zeit verknüpft werden. Im Nutzeraccount kann jedoch jederzeit ein neuer Code generiert werden, um die Anwendung auf einem anderen Gerät aktivieren zu können. In dem Fall verliert der alte Lizenzcode auf dem vorherigen Gerät seine Gültigkeit.

7.3 Die Vermietung, Unterlizensierung oder ein Weiterverkauf der Anwendung sowie des erworbenen Lizenzcodes an Dritte ist nicht zulässig.

7.4 Dem Kunden ist es untersagt, einen vorhandenen Kopierschutz zu entfernen und/oder zu verändern.

7.5 Der Kunde ist berechtigt, von der Anwendung eine Kopie zu Sicherungszwecken herzustellen. Die einer ordnungsgemäßen Datensicherung dienenden Vervielfältigungen der Anwendung sind Teil des bestimmungsgemäßen Gebrauchs.

7.6 Werden mehrere Lizenzen bzw. Zugänge der Anwendung an einen Kunden verkauft und/oder vor Ort eingerichtet, ist dies getrennt und schriftlich festzuhalten, wobei auch ein abweichender Kaufbetrag verhandelt werden kann. Ohne getrennte Absprache ist die Integration der Software in fremde Serverstrukturen nicht zulässig.

7.7 Die Rechtseinräumung wird mit Beginn des Testzeitraums wirksam. Für den kostenpflichtigen Nutzungszeitraum setzt die weitere Nutzung voraus, dass die vereinbarte Vergütung vollständig entrichtet wurde.

7.8 Verletzt der Kunde die vereinbarten Nutzungsrechte so schwerwiegend, dass dem Verkäufer ein weiteres Festhalten am Vertrag nicht zumutbar ist, kann der Verkäufer die Vereinbarung zur Einräumung von Nutzungsrechten an der betroffenen Anwendung außerordentlich kündigen.

7.9 Im Falle der Kündigung ist der Kunde verpflichtet, alle vorhandenen Kopien der Anwendung zu löschen und dies dem Verkäufer in Textform zu bestätigen, sollte dies vom Verkäufer verlangt werden.

7.10 Bei Ablauf der Lizenz verliert der Lizenzcode seine Gültigkeit, wodurch es in der Anwendung nicht mehr möglich ist, eine neue Transkription zu starten. Bereits transkribierte oder editierte Transkripte können weiterhin ohne Einschränkungen aufgerufen, bearbeitet und exportiert werden.

7.11 Die sonstigen gesetzlichen und vertraglichen Regelungen bleiben unberührt.

7.12 Die Forderung einer Löschung von für die Lizenzprüfung essenziellen Gerätedaten kann zur Deaktivierung der Software führen.

8. Mitwirkungsobliegenheiten des Kunden

8.1 Der Kunde hat sich auf der Webseite des Verkäufers über die wesentlichen Funktionsmerkmale der Anwendung zu informieren. Die Einrichtung einer funktionsfähigen und auch unter Berücksichtigung der zusätzlichen Belastung durch die Anwendung ausreichend dimensionierten Hardwareumgebung für die Anwendung liegt in der alleinigen Verantwortung des Kunden.

8.2 Der Kunde hat die vom Verkäufer für die Installation und den Betrieb der Anwendung gegebenen Hinweise zu beachten.

8.3 memozero folgt einem „Local-First”-Ansatz; sämtliche erstellten Dateien (z. B. Transkripte) werden ausschließlich lokal auf dem Computersystem des Kunden und niemals auf den Servern des Verkäufers gespeichert. Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass eine Deinstallation der Anwendung nicht zur automatischen Löschung dieser lokal gespeicherten Datendateien führt. Dem Kunden steht es frei, diese Dateien manuell zu löschen. Im Falle einer späteren Neuinstallation der Anwendung auf demselben System werden vorhandene lokale Dateien automatisch erkannt und wieder in die Anwendung geladen. Der Verkäufer empfiehlt dem Kunden, angemessene Vorkehrungen für den Fall zu treffen, dass die Anwendung ganz oder teilweise nicht ordnungsgemäß arbeitet (z. B. durch tägliche Datensicherung, Störungsdiagnose, regelmäßige Überprüfung der Datenverarbeitungsergebnisse) und vor Installation der Anwendung eine geeignete Sicherung seiner Daten durchzuführen.

8.4 Dem Kunden ist bekannt, dass die Qualität der automatischen Transkription von der Audioqualität abhängt und das eingesetzte KI-Modell Fehler machen kann und wird. Deshalb bietet memozero verschiedene Funktionen zur Unterstützung einer Kontrolle und Aufarbeitung des Transkripts. Zur Sicherstellung des Zutreffens der Transkripte ist ein solches, eigenständiges Prüfen und ggfs. korrigieren der Transkripte durch den jeweiligen Nutzer zwingend erforderlich. Von einer ungeprüften Verwendung – wie bei allen KI generierten Inhalten – wird dringend abgeraten.

8.5 Der Verkäufer haftet nicht für inhaltliche Fehler in automatisch erzeugten Transkriptionen, soweit diese nicht auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Verkäufers beruhen. Eine Haftung für Schäden, die aus einer ungenügend geprüften Verwendung automatischer Transkriptionen entstehen, ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

8.6 Da es sich bei memozero um eine Offline-Anwendung handelt, muss der Nutzer selbst für eine angemessene und ggf. rechtlich geforderte Sicherheit seiner Hardware und Backups sorgen.

9. Technische Grundlagen und Modelle

9.1 Zur Erbringung der Transkriptions- und Sprechererkennungsleistung nutzt memozero technologisch führende Open-Source-Komponenten und Modelle etablierter Anbieter und Forschungsprojekte. Hierzu gehören insbesondere:

  • Whisper (OpenAI): Das Kernmodell für die mehrsprachige Spracherkennung.
  • Faster-Whisper und CTranslate2 (SYSTRAN, Guillaume Klein et al.): Komponenten, welche die Engine für eine optimierte lokale Inferenz bereitstellen.
  • Insanely-Fast-Whisper (Vaibhav Srivastav): Dient der Maximierung der Transkriptionsleistung auf Endgeräten.
  • pyannote.audio (Hervé Bredin): Das primäre Framework für die Sprecher-Diarisierung zur Unterscheidung verschiedener Sprecher.
  • WhisperX (Max Bain): Ein Framework, welches die präzise Wort-Ausrichtung und Zeitstempel (Word Alignment) liefert.
  • whisper.cpp (ggml-org): Ermöglicht eine effiziente C/C++ Inferenz für Whisper-Modelle.
  • pywhispercpp (absadiki): Stellt die notwendigen Python-Anbindungen für whisper.cpp bereit.

9.2 Der Verkäufer ist bestrebt, stets die aktuellsten und leistungsfähigsten Modelle einzusetzen, die am Markt verfügbar sind. Er behält sich vor, bestehende Modelle durch neuere Versionen zu ersetzen oder zusätzliche Modelle zu integrieren, sofern diese eine Verbesserung der Qualität oder Funktionsweise versprechen.

9.3 Die Anwendung nutzt Komponenten, die unter verschiedenen Open-Source-Lizenzen (z. B. der MIT-Lizenz) stehen. Eine detaillierte Aufstellung der verwendeten Bibliotheken und der dazugehörigen Lizenztexte ist innerhalb der Anwendung (z. B. unter den Einstellungen oder im Bereich Lizenzen) jederzeit für den Kunden einsehbar. Die jeweiligen Open-Source-Lizenzbedingungen haben im Umfang ihrer Anwendbarkeit Vorrang vor diesen Nutzungsbedingungen.

9.4 Ungeachtet der Herkunft der Modelle erfolgt die Ausführung und Datenverarbeitung bei der Desktop-Anwendung von memozero ausschließlich lokal auf dem Endgerät des Kunden. Es findet keine Übermittlung der Audio-Inhalte an die genannten Modell-Anbieter oder sonstige externe Server statt. Die technische Architektur (u. a. basierend auf FastAPI und Electron) ist gezielt auf diese lokale Datensouveränität ausgelegt.

10. Mängelhaftung

Ist die Anwendung mangelhaft, gelten die Vorschriften der gesetzlichen Mängelhaftung.

11. Anwendbares Recht

Für sämtliche Rechtsbeziehungen der Parteien gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss der Gesetze über den internationalen Kauf beweglicher Waren. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

12. Gerichtsstand

Handelt der Kunde als Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen mit Sitz im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Geschäftssitz des Verkäufers. Hat der Kunde seinen Sitz außerhalb des Hoheitsgebiets der Bundesrepublik Deutschland, so ist der Geschäftssitz des Verkäufers ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag, wenn der Vertrag oder Ansprüche aus dem Vertrag der beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit des Kunden zugerechnet werden können. Der Verkäufer ist in den vorstehenden Fällen jedoch in jedem Fall berechtigt, das Gericht am Sitz des Kunden anzurufen.

13. Alternative Streitbeilegung

13.1 Die EU-Kommission stellt im Internet unter folgendem Link eine Anlaufstelle zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten bereit, die aus Online-Kauf- oder Dienstleistungsverträgen hervorgehen: ec.europa.eu/consumers/odr

13.2 Der Verkäufer ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle nicht verpflichtet.