Sprecher benennen, färben und Passagen zuweisen
Nach der Transkription heißen die Sprecher zunächst Person 01 und Person 02. Im Editor machen Sie daraus in wenigen Schritten echte Namen, eigene Farben und sauber zugeordnete Passagen. Dieser Artikel erklärt Ihnen kurz jeden dieser Schritte.
Was memozero mitbringt
memozero erkennt die Sprecher während der Transkription und bereitet zwei Dinge vor:
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Automatische Nummerierung. Die Sprecher heißen fortlaufend Person 01, Person 02 und so weiter. Im Word-Export nummeriert memozero zusätzlich jeden Sprecherabschnitt fortlaufend, zum Beispiel:
- Person 01: Schön, dass es geklappt hat.
- Person 02: Ja.
- Person 01: Sie wissen, warum wir hier sind?
Diese Nummern können Sie zum Zitieren verwenden. Der Editor zeigt dieselben Nummern am Rand. In TXT, Markdown und JSON gibt es diese Nummerierung nicht. In der englischen Oberfläche stehen dort Speaker 01 und Speaker 02.
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Automatische Farbe. Jeder Sprecher erhält eine eigene Farbe. So unterscheiden Sie die Beiträge schon vor dem Umbenennen.
Vor dem Start einer Transkription stellen Sie nur die Anzahl der Sprecher ein. Die Namen vergeben Sie erst danach im Editor.
Sprecher umbenennen
Das Umbenennen ist der erste Schritt, der sich bereits zu Beginn des Gegenhörens anbietet. Gehen Sie dafür wie folgt vor:
- Klicken Sie auf den Sprechernamen über einem Abschnitt.
- Tippen Sie die gewünschte Bezeichnung ein.
- Drücken Sie
Enteroder klicken Sie daneben. - Mit
Escbrechen Sie ab und behalten die ursprüngliche Bezeichnung. - Klicken Sie auf Speichern. memozero speichert Änderungen nicht von selbst.
Jede Umbenennung gilt sofort für das ganze Transkript. Einen zusätzlichen Befehl „überall umbenennen“ gibt es nicht, weil jede Umbenennung automatisch im gesamten Transkript wirkt.
Den Doppelpunkt hinter dem Namen setzt memozero selbst. Sie tippen ihn nicht mit.
Ein Beispiel aus der Praxis
Kürzel funktionieren gut. In einem Protokoll tragen Sie zum Beispiel für Person 01 ein F ein, das steht für die Frage, und für Person 02 ein A, das steht für die Antwort. Sobald Sie bestätigt haben, steht im ganzen Transkript nur noch F: und A: über den Abschnitten. In Kombination mit verschiedenen Sprecherfarben verschafft das Platz bei maximaler Übersicht. In einer Forschungsauswertung oder einem journalistischen Interview können Sie dieselben Kürzel für Interviewer und Gesprächspartner verwenden.
Eine eigene Farbe vergeben
Eine eigene Farbe pro Sprecher hilft bei einer schnellen Sprechererkennung. Bei Bedarf können Sie die Farbe eines Sprechers im gesamten Transkript ändern. Dafür gehen Sie so vor:
- Klicken Sie auf den farbigen Punkt links neben dem Sprechernamen.
- Wählen Sie im Farbfeld eine der zwölf Farben.
Die Farbe speichert sich sofort. Darin unterscheidet sie sich vom Namen, der eine offene Änderung bleibt.
Aus Rot und Blau machen Sie zum Beispiel Orange und Grün. Sie können die Farbe jederzeit erneut wechseln.
Die Farbe ist eine reine Lesehilfe im Editor. Sie landet nicht im Export. Im DOCX steht der Sprechername schwarz. Fett, kursiv oder unterstrichen ist er nur, wenn alle Wörter dieses Sprechers so formatiert sind, siehe nächster Abschnitt.
Alle Aussagen eines Sprechers hervorheben
Neben der Farbe gibt es einen zweiten Weg, einen Sprecher optisch abzusetzen, was auch bei einem Export übernommen wird. So können Sie alle Angaben eines Sprechers mit einem Befehl in fett, kursiv oder unterstrichen hervorheben:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Sprechernamen.
- Ein kleines Menü mit der Überschrift Alle Aussagen hervorheben erscheint.
- Wählen Sie dort Fett, Kursiv oder Unterstrichen.
Die Auszeichnung gilt für jedes Wort dieses Sprechers im ganzen Transkript. Ein zweiter Klick auf denselben Eintrag entfernt den Effekt wieder.
In Protokollen reicht meist Fett für eine Rolle. Fett, kursiv und unterstrichen zusammen machen den Text unruhig.
Die Hervorhebung gehört zu den Wörtern. Weisen Sie eine Passage später einem anderen Sprecher zu, behält sie ihre bisherige Auszeichnung. Setzen Sie die Hervorhebung deshalb zum Schluss.
Falsch zugeordnete Wörter dem korrekten Sprecher zuweisen
Ist nur ein Wort falsch zugeordnet, klicken Sie dies einfach mit einem rechten Mausklick an und wählen Sie unter Zuweisen an den korrekten Sprecher aus.
Ist hingegen kein einzelnes Wort, sondern eine längere Passage an Wörtern falsch zugeordnet worden, gehen Sie wie folgt vor:
- Klicken Sie auf das erste oder letzte falsch zugeordnete Wort und ziehen Sie von dort mit gedrückter Maustaste über die falsch zugeordnete Passage.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eines der markierten Wörter.
- Wählen Sie Zuweisen an. In Klammern dahinter steht die Anzahl der markierten Wörter, zum Beispiel Zuweisen an (6).
- Wählen Sie den korrekten Sprecher aus.
memozero ordnet das Wort bzw. die Passage dem neu zugewiesenen Sprecher zu. Den neuen Sprecher benennt memozero automatisch, Ihrer Auswahl entsprechend.
Liegt das Wort oder die Passage mitten in einem Sprecherabschnitt, fügt memozero einen neuen Sprecherwechsel ein. Im DOCX-Export verschiebt sich dadurch die fortlaufende Nummerierung der Abschnitte. Zitieren Sie diese Nummern deshalb erst, wenn Sie das Transkript vollständig gegengehört haben.
Der Sprecher, dem die Passage bereits zugewiesen ist, steht im Menü mit dem Zusatz „zugewiesen“. Sie können ihn nicht auswählen.
Einen neuen Sprecher anlegen
Wird ein Sprecher von memozero im gesamten Transkript nicht erkannt (zum Beispiel, weil jemand nur einmal die Tür öffnet und hineinspricht), können Sie händisch einen neuen Sprecher anlegen. Gehen Sie dafür wie folgt vor:
- Öffnen Sie mit der rechten Maustaste das Menü Zuweisen an.
- Wählen Sie ganz unten Neuer Sprecher.
- Tragen Sie im Dialog Neuen Sprecher erstellen einen Namen in das Feld Name ein.
- Klicken Sie auf Erstellen.
Bleibt das Feld leer, meldet der Dialog „Benennen Sie Ihren Sprecher“. Denselben Weg finden Sie auch unter Wort hinzufügen.
Hinweis: Einen Sprecher können Sie zuweisen, aber nicht löschen. Haben Sie einen Sprecher versehentlich angelegt oder falsch zugewiesen, weisen Sie seine Wörter über das Rechtsklick-Menü dem korrekten Sprecher zu. Schneller geht es mit Rückgängig.
Was im Export ankommt
Folgende Eigenschaften werden in die vier Exportformate übernommen:
| Merkmal | DOCX | Markdown | TXT | JSON |
|---|---|---|---|---|
| Sprechername | ja | ja | ja | ja |
| Fett, kursiv, unterstrichen | ja | ja | nein | ja (als Angabe) |
| Sprecherfarbe | nein | nein | nein | nein |
Wenn Sie also eine Rolle im fertigen Dokument sichtbar absetzen wollen, arbeiten Sie mit Fett und nicht mit der Farbe. Für ein reines TXT verlassen Sie sich am besten auf sprechende Namen, denn dort kommt keine Auszeichnung an.
So geht es weiter
- Transkripte korrigieren zeigt den Editor im Überblick: Titel, Status, Konfidenz und das Sichern Ihrer Änderungen.
- Transkripte exportieren beschreibt die vier Formate und die Optionen im Export-Dialog.